Sie tragen uns durch das ganze Leben und bekommen trotzdem häufig erst dann Aufmerksamkeit, wenn etwas drückt, schmerzt oder nicht mehr so aussieht wie früher.
Unsere Füße sind ziemlich bescheidene Schwerarbeiter. Dabei lohnt es sich, sie regelmäßig genauer anzusehen. Denn Haut, Nägel, Druckstellen und Schwellungen können uns zeigen, dass unsere Füße mehr Pflege benötigen – oder dass eine Veränderung fachlich abgeklärt werden sollte.
Aber sie können Veränderungen zeigen, die unsere Aufmerksamkeit verdienen.
Kleine Veränderungen, die man nicht übersehen sollte
Nicht jede trockene Stelle und nicht jeder dickere Zehennagel ist ein Grund zur Sorge. Manche Veränderungen entstehen durch ungeeignete Schuhe, langes Stehen, Belastung, Alter oder fehlende Pflege.
Aufmerksam werden sollte man beispielsweise bei:
- ungewöhnlich starker oder rissiger Hornhaut,
- wiederkehrenden Druckstellen und Hühneraugen,
- verdickten, verfärbten oder brüchigen Nägeln,
- eingewachsenen Nagelrändern,
- trockener Haut und tiefen Fersenrissen,
- kleinen Wunden, die schlecht heilen,
- auffälligen Schwellungen,
- Veränderungen der Hautfarbe oder Hauttemperatur,
- Kribbeln, Taubheitsgefühl oder nachlassender Empfindlichkeit.
Solche Beobachtungen sind noch keine Diagnose. Sie können aber ein sinnvoller Anlass sein, die Füße professionell pflegen oder medizinisch untersuchen zu lassen.
Warum ein geschulter Blick hilfreich ist
Viele Menschen können ihre Füße selbst nur schwer vollständig betrachten. Beweglichkeit und Sehvermögen können nachlassen, manche Stellen liegen außerhalb des eigenen Blickfeldes und kleine Veränderungen entwickeln sich langsam.
Bei einer regelmäßigen professionellen Fußpflege geht es deshalb nicht nur um schön geschnittene Nägel und weiche Haut. Eine sorgfältige Fußpflegerin sieht die Füße aus einer Perspektive, die uns selbst oft fehlt.
Sie kann auf Druckstellen, ungewöhnliche Hornhaut, Veränderungen der Nägel oder empfindliche Hautbereiche aufmerksam machen und empfehlen, eine Auffälligkeit ärztlich beziehungsweise podologisch abklären zu lassen.
Kosmetische Fußpflege pflegt und verschönert grundsätzlich gesunde Füße. Krankhafte Veränderungen gehören in ärztliche oder podologische Hände.
Podologinnen und Podologen verfügen über eine besondere medizinische Ausbildung. Die Berufsbezeichnung ist gesetzlich geschützt. Podologische Behandlungen können unter bestimmten Voraussetzungen ärztlich verordnet werden – beispielsweise bei einem diabetischen Fußsyndrom oder bestimmten Nervenschädigungen.
Besondere Aufmerksamkeit bei Diabetes und vermindertem Gefühl
Menschen mit Diabetes oder Nervenschädigungen können Druck, Schmerz und kleinere Verletzungen an den Füßen manchmal weniger deutlich wahrnehmen. Gleichzeitig können Wunden schlechter heilen.
Deshalb sollten Betroffene ihre Füße regelmäßig kontrollieren und Veränderungen nicht eigenständig mit scharfen Instrumenten bearbeiten. Welche Form der Fußpflege geeignet ist, sollte mit der behandelnden Arztpraxis beziehungsweise einer podologischen Praxis besprochen werden.
Auch für Menschen ohne bekannte Vorerkrankung gilt: Eine offene Stelle, Entzündung oder ungewöhnliche Verfärbung sollte nicht einfach „weggepflegt“ werden.
Schwere Beine und geschwollene Knöchel
Unsere Füße können uns außerdem zeigen, wie sehr Beine und Kreislauf im Alltag beansprucht werden. Nach langem Sitzen, Stehen oder bei großer Hitze können sich die Beine schwer anfühlen und die Knöchel anschwellen.
Was im Alltag häufig guttut:
- regelmäßige Bewegung,
- die Position öfter wechseln,
- Beine zwischendurch hochlagern,
- ausreichend trinken,
- nicht dauerhaft einengende Schuhe oder Kleidung tragen.
Schwellungen können jedoch unterschiedliche Ursachen haben. Treten sie plötzlich, nur auf einer Seite oder zusammen mit Schmerzen, Rötung beziehungsweise deutlicher Erwärmung auf, sollte dies zeitnah medizinisch abgeklärt werden.
Wann man nicht auf den nächsten Fußpflegetermin warten sollte
Ärztlicher Rat ist insbesondere wichtig bei:
- offenen oder schlecht heilenden Wunden,
- deutlichen Entzündungszeichen,
- starken oder plötzlich auftretenden Schmerzen,
- plötzlich einseitiger Schwellung,
- ungewöhnlich blasser, bläulicher oder dunkler Haut,
- neu auftretender Taubheit,
- Verletzungen bei bestehendem Diabetes,
- Fieber oder allgemeinem Krankheitsgefühl zusammen mit einer Fußverletzung.
Professionelle Fußpflege kann aufmerksam machen und zur richtigen Anlaufstelle weiterleiten. Sie ersetzt aber keine medizinische Untersuchung.
Regelmäßige Pflege ist ein Stück Lebensqualität
Nicht jeder Besuch bei der Fußpflege beginnt mit einem Problem. Regelmäßige Pflege kann auch helfen, Beschwerden durch Nägel, trockene Haut oder starke Hornhaut gar nicht erst unnötig entstehen zu lassen.
Und manchmal ist es schlicht angenehm, wenn sich jemand mit Ruhe, Sorgfalt und einem offenen Ohr um jene Körperteile kümmert, die täglich unser gesamtes Gewicht tragen.
Im SOWIESO Orientierungsnetzwerk Hesel empfehlen wir deshalb Fußpflege Annette als persönliche Ansprechpartnerin für die professionelle Pflege gesunder Füße.
Sie nimmt sich Zeit, arbeitet sorgfältig und sagt auch, wenn eine Veränderung nicht mehr in den Bereich der kosmetischen Fußpflege gehört.
Mehr erfahren: „Schöne Beine“
Wer sich ausführlicher mit schweren Beinen, Durchblutung und einem bewussteren Umgang mit den eigenen Beinen beschäftigen möchte, findet in unserer Broschüre „Schöne Beine – Tipps für eine gesunde Durchblutung“ verständlich aufbereitete Informationen.
Die Broschüre behandelt unter anderem Bewegung im Alltag, Ernährung, natürliche Unterstützungsansätze und praktische Gewohnheiten. Ein 14-Tage-Plan hilft dabei, kleine Veränderungen Schritt für Schritt auszuprobieren.
Dieser Beitrag und die Broschüre dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine medizinische Diagnose, Behandlung oder individuelle Beratung durch Ärztinnen, Ärzte oder andere entsprechend qualifizierte Gesundheitsfachkräfte.
Von Menschen. Für Menschen.

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