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Geschichten

Kategorie: Sicherheit

Hinweise zu Notfällen, Vorsorge, Verhalten im Ernstfall, Hausnotruf, Erste Hilfe und Sicherheit im Alltag – zuhause und unterwegs.

  • Im roten Bereich, Teil 3: Wer nach dem Rennen die Rechnung bezahlt

    Im roten Bereich, Teil 3: Wer nach dem Rennen die Rechnung bezahlt

    Ein illegales Rennen dauert manchmal nur Sekunden. Seine Folgen beschäftigen Menschen dagegen über Stunden, Monate oder ein ganzes Leben.

    Wenn zwei Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit durch eine Stadt oder über eine Landstraße jagen, sieht man zunächst nur die Fahrer und ihre Maschinen. Nach einem Unfall wird jedoch sichtbar, wie viele andere Menschen plötzlich Teil dieser Entscheidung werden.

    Die erste Rechnung wird am Unfallort geschrieben

    Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst müssen ausrücken. Straßen werden gesperrt, Verletzte versorgt, Trümmer beseitigt und Unfallspuren gesichert. Weitere Einsatzkräfte regeln den Verkehr, während Sachverständige später rekonstruieren, was geschehen ist.

    Hinzu kommen Notaufnahme, Operationen, Rehabilitation und psychologische Hilfe. Fahrzeuge, Leitplanken, Verkehrszeichen, Gebäude oder andere Gegenstände können beschädigt sein. Bei schweren Fällen folgen Ermittlungsverfahren, Gutachten, Gerichtsverhandlungen und möglicherweise langjährige Versorgungsleistungen.

    Eine bundesweit zusammengefasste Rechnung ausschließlich für illegale Rennen gibt es nicht. Die Kosten verschwinden deshalb jedoch nicht. Sie verteilen sich lediglich auf viele Stellen: Einsatzorganisationen, Krankenhäuser, Justiz, Versicherungen, Arbeitgeber, Familien und Geschädigte.

    Die Rechnung existiert. Sie liegt nur nicht auf einem einzigen Schreibtisch.

    Der größte Preis lässt sich nicht in Euro ausdrücken

    Bei all diesen Kosten darf das Entscheidende nicht hinter Zahlen verschwinden. Ein zerstörtes Fahrzeug kann ersetzt werden. Eine Leitplanke lässt sich reparieren. Ein Mensch, der nicht nach Hause kommt, lässt sich durch keine Versicherungssumme zurückbringen.

    Auch Überlebende können dauerhaft mit körperlichen Verletzungen, Schuldgefühlen oder belastenden Erinnerungen leben. Angehörige, Augenzeugen und Einsatzkräfte tragen manchmal Folgen, die auf keinem Unfallbogen vollständig erfasst werden.

    Im zweiten Teil dieser Serie haben wir von zwei Freunden erzählt, die gleichzeitig aus entgegengesetzten Richtungen auf denselben Parkplatz fuhren. Einer von ihnen hätte zwei Wochen später heiraten sollen. Diese ausgefallene Hochzeit erscheint in keiner volkswirtschaftlichen Statistik. Für die betroffenen Menschen war sie jedoch der eigentliche Preis.

    Was das deutsche Strafrecht heute sagt

    Seit 2017 werden verbotene Kraftfahrzeugrennen in Deutschland ausdrücklich durch § 315d des Strafgesetzbuches erfasst. Strafbar können nicht nur Veranstalter und Teilnehmer eines vereinbarten Rennens sein.

    Auch eine einzelne Person kann den Tatbestand erfüllen, wenn sie sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen. Umgangssprachlich wird dabei häufig vom sogenannten Alleinrennen gesprochen.

    Das ist mehr als eine juristische Feinheit. Eine öffentliche Straße wird nicht erst dann zur Rennstrecke, wenn zwei Fahrzeuge nebeneinanderstehen. Entscheidend ist das Verhalten – und die Gefahr, die daraus für andere entsteht.

    Fahrkönnen hebt die Physik nicht auf

    Viele Menschen, die besonders schnell fahren, halten sich nicht für unvorsichtig. Sie vertrauen auf Erfahrung, Reaktion, Technik und Streckenkenntnis. Genau das macht die Situation tückisch.

    Bei 180 Kilometern pro Stunde legt ein Fahrzeug etwa 50 Meter in nur einer Sekunde zurück. In dem Augenblick, in dem der Fahrer eine Gefahr erkennt, ist ein großer Teil der verfügbaren Strecke bereits verschwunden. Selbst das beste Fahrkönnen kann keine Information verarbeiten, die noch gar nicht sichtbar war.

    Man kann sein Motorrad sehr gut kennen und trotzdem nicht wissen, was hinter der nächsten Kurve wartet.

    Geschwindigkeit braucht einen geeigneten Ort

    Leidenschaft für leistungsstarke Fahrzeuge ist nicht automatisch verantwortungslos. Sie braucht aber einen Raum, in dem Unbeteiligte geschützt werden und Fehler nicht sofort Menschen auf einer öffentlichen Straße treffen.

    Rennstreckentrainings, Trackdays, Fahrsicherheitstrainings und legal organisierter Motorsport schaffen dafür Bedingungen, die eine Landstraße oder ein Parkplatz niemals bieten können: geregelte Fahrtrichtung, technische Kontrollen, Streckenposten, Sicherheitszonen und vorbereitete Hilfe.

    Das mag weniger spontan sein. Es ist aber der Unterschied zwischen einem bewusst eingegangenen sportlichen Risiko und einer Gefahr, der andere Menschen niemals zugestimmt haben.

    Was von unserer Geschichte bleibt

    Wir haben diese Serie nicht geschrieben, um uns im Nachhinein als die Vernünftigen darzustellen. Einige von uns waren es damals nicht. Wir kennen die Faszination, die Rechtfertigungen und das Gefühl vermeintlicher Kontrolle aus eigener Erfahrung.

    Gerade deshalb lautet die Botschaft nicht: „Ihr versteht Geschwindigkeit nicht.“ Sie lautet:

    Wir verstehen ihren Reiz. Aber wir haben auch gesehen, was geschieht, wenn man Glück mit Kontrolle verwechselt.

    Wer Geschwindigkeit liebt, muss sie nicht aufgeben. Er sollte nur einen Ort wählen, an dem sein persönlicher Grenzversuch nicht zur unfreiwilligen Lebensentscheidung für andere wird.

  • Im roten Bereich, Teil 2: Zwei Richtungen, dieselbe Idee – kein Zurück

    Im roten Bereich, Teil 2: Zwei Richtungen, dieselbe Idee – kein Zurück

    Es gab an unserer damaligen Strecke einen Parkplatz, auf dem wir uns regelmäßig trafen. Seine Zufahrt führte in einer schönen Kurve über das Gelände und auf der anderen Seite wieder zurück auf die Straße.

    Wer es beherrschte – oder zumindest glaubte, es zu beherrschen –, konnte dort mit hoher Geschwindigkeit und in deutlicher Schräglage einfahren, den Parkplatz überqueren und anschließend weiter beschleunigen. Für uns war das damals eine Herausforderung. Etwas, das spektakulär aussah und innerhalb der Gruppe Anerkennung brachte.

    Bis zu jenem Tag.

    Zwei Fahrer, zwei Richtungen

    Zwei unserer Freunde näherten sich dem Parkplatz gleichzeitig aus entgegengesetzten Richtungen. Offenbar hatten beide im selben Augenblick dieselbe Idee: durch die Kurve, über den Parkplatz und auf der anderen Seite wieder hinaus.

    Keiner konnte sehen, dass ihm jemand entgegenkam.

    Sie trafen sich frontal. Beide waren vermutlich mit ungefähr 180 Kilometern pro Stunde unterwegs. Die Motorräder waren danach kaum noch als solche zu erkennen. Für beide Fahrer kam jede Hilfe zu spät.

    Einer von ihnen hieß Andrzej. Zwei Wochen später hätte er heiraten sollen.

    Was danach übrig blieb

    Aus dem vermeintlichen Spaß, aus wenigen Sekunden Geschwindigkeit und aus einer Entscheidung, die wir damals für beherrschbar hielten, wurde eine Tragödie, die sich nicht zurücknehmen ließ.

    Danach blieb keine Geschichte über Mut, Fahrkönnen oder schnelle Motorräder übrig. Es blieben zwei leere Plätze in unserer Gruppe. Es blieben Familien, Freunde und eine Frau, deren Hochzeit niemals stattfinden würde.

    Manchmal reicht es, wenn zwei Menschen im selben Moment dieselbe Idee haben.

    Beide kannten die Strecke. Beide konnten gut fahren. Beide hatten das Manöver schon zuvor geschafft. Doch keiner konnte kontrollieren, was außerhalb seines Blickfeldes geschah.

    Genau darin steckt die gefährliche Täuschung: Man kann vielleicht seine Maschine beherrschen. Man kann jedoch niemals die gesamte Straße, den Gegenverkehr, andere Menschen, Tiere, technische Defekte oder den nächsten unerwarteten Augenblick kontrollieren.

    Die Unbeteiligten haben nie zugestimmt

    Bei einem illegalen Rennen tragen nicht nur die Fahrer das Risiko. Auch andere Verkehrsteilnehmer, Anwohner, Ersthelfer und Einsatzkräfte werden ohne ihre Zustimmung zu Beteiligten.

    Die Menschen auf der Gegenfahrbahn haben sich nicht für ein Rennen angemeldet. Die Familie, die später im Krankenhaus wartet, ebenfalls nicht. Und auch der Mensch, der als Erster an einem zerstörten Fahrzeug ankommt, kann die Bilder nicht einfach am Einsatzort zurücklassen.

    Öffentliche Straßen verzeihen keine Annahme wie „Hier kommt um diese Uhrzeit normalerweise niemand“. Das Wort „normalerweise“ genügt bei 180 Kilometern pro Stunde nicht.

    Heute ist auch das sogenannte Alleinrennen strafbar

    Der Begriff „Autorennen“ oder „Straßenrennen“ klingt nach zwei Fahrzeugen nebeneinander. Nach deutschem Recht kann jedoch auch ein einzelner Fahrer den Tatbestand erfüllen, wenn er sich mit nicht angepasster Geschwindigkeit grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen.

    Das ist wichtig, weil die Gefahr nicht erst entsteht, wenn zwei Menschen eine Startlinie vereinbaren. Sie beginnt dort, wo jemand die öffentliche Straße zur persönlichen Teststrecke macht.

    Unsere Geschichte spielte lange vor der heutigen gesetzlichen Regelung. Die physikalische Grenze galt jedoch schon damals: Geschwindigkeit verkürzt nicht nur die verfügbare Reaktionszeit. Sie verkleinert auch den Raum, in dem ein Fehler noch korrigiert werden kann.

    Keine Helden, keine Monster

    Wir erzählen diese Geschichte nicht, um die beiden Verstorbenen zu verurteilen. Sie waren unsere Freunde. Sie waren keine Monster und wollten an diesem Tag vermutlich niemandem schaden.

    Gerade deshalb muss man darüber sprechen. Tragödien entstehen nicht nur durch Menschen, die Böses wollen. Manchmal entstehen sie durch vertraute Menschen, gute Fahrer und einen Gedanken, der sich für wenige Sekunden harmlos anfühlt.

    Im dritten Teil fragen wir, wer nach einem illegalen Rennen die Rechnung bezahlt – menschlich, organisatorisch und finanziell – und wo Geschwindigkeit einen sicheren, legalen Raum finden kann.

  • Im roten Bereich, Teil 1: Der Augenblick, in dem ich aufhörte

    Im roten Bereich, Teil 1: Der Augenblick, in dem ich aufhörte

    Es wäre gelogen zu behaupten, Geschwindigkeit hätte keinen Reiz. Wer Motorräder liebt, kennt dieses Zusammenspiel aus Leistung, Geräusch, Konzentration und dem Gefühl, mit der Maschine beinahe zu verschmelzen. Ich kannte es sehr gut.

    Diese Geschichte spielt kurz vor der Jahrtausendwende. Die stärksten Serienmotorräder lagen damals meist noch in einer anderen Leistungsklasse als heutige Superbikes. Meine Suzuki GSX-R 1100 war auf rund 170 PS aufgebaut. In unserer damaligen Welt war das kein gewöhnlich starkes Motorrad, sondern eine Ausnahme – lange bevor Maschinen wie die Kawasaki Ninja ZX-12R die Maßstäbe erneut verschoben.

    Eine alte Start- und Landebahn bei Stettin

    Mit einigen Freunden trafen wir uns gelegentlich auf einer alten Start- und Landebahn bei Stettin. Sie lag abgelegen, am Abend herrschte dort nur wenig Verkehr. Genau damit erklärten wir uns selbst, weshalb das, was wir taten, angeblich vertretbar sei.

    Wir wollten wissen, welche Maschine schneller war und welche Höchstgeschwindigkeit sie erreichte. Wir verglichen unsere Motorräder, ließen uns messen und tauschten sie manchmal untereinander. Für uns war das nichts Außergewöhnliches. Es gehörte dazu.

    Heute weiß ich: Schon diese Sätze enthalten fast alle Rechtfertigungen, die Menschen bei illegalen Rennen benutzen. Abgelegen. Wenig Verkehr. Erfahrene Fahrer. Gute Maschinen. Wir passen schon auf.

    Aber geringe Wahrscheinlichkeit ist keine Kontrolle.

    Dann fuhr ein anderer meine Maschine

    Eines Abends fragte mich ein Freund, ob er meine GSX-R ausprobieren dürfe. Natürlich durfte er. Das hatten wir untereinander schon oft gemacht. Er fuhr zur Startposition, während wir uns an jener Stelle aufstellten, an der die Motorräder bereits ihre höchste Geschwindigkeit erreicht haben sollten.

    Zunächst war da nur ein winziger Lichtpunkt in der Ferne.

    Dann wurde er größer.

    Und schließlich schoss meine eigene Maschine – nach unserer damaligen Messung mit annähernd 300 Kilometern pro Stunde – vielleicht fünf Meter an mir vorbei.

    Ich stand wie gelähmt da.

    „Scheiße“, sagte ich. „Das mache ich nie wieder.“

    Und ich habe mein Wort bis heute gehalten.

    Vom Lenker aus hatte alles anders ausgesehen

    Nicht, weil an diesem Abend etwas passiert war. Sondern weil ich zum ersten Mal von außen gesehen hatte, was wir tatsächlich taten.

    Auf dem Motorrad hatte sich die Geschwindigkeit intensiv, aber irgendwie noch beherrschbar angefühlt. Man sitzt hinter der Verkleidung, konzentriert sich auf die Strecke und spürt jede Bewegung der Maschine. Der eigene Blick wird schmaler – und genau deshalb entsteht die gefährliche Illusion, alles unter Kontrolle zu haben.

    Neben der Strecke gab es diese Illusion nicht mehr. Da war nur noch ein Mensch auf einem Geschoss und praktisch kein Raum für einen Fehler.

    Ein Tier auf der Fahrbahn, ein technischer Defekt, eine Bodenwelle, eine falsche Bewegung oder ein einziger anderer Verkehrsteilnehmer hätten genügt. Keines dieser Dinge hätten wir vollständig kontrollieren können.

    Leidenschaft ist nicht das Problem

    Ich erzähle das nicht, um Motorräder oder Menschen zu verurteilen, die Geschwindigkeit lieben. Diese Faszination kenne ich selbst zu gut. Ich erzähle es, weil sich die Grenze zwischen Leidenschaft und Verantwortungslosigkeit vom Lenker aus erschreckend leicht verschieben kann.

    Wir glaubten damals, wir würden unser eigenes Risiko eingehen. In Wahrheit nahmen wir uns das Recht heraus, auch über das Risiko anderer Menschen zu bestimmen.

    Öffentliche Straßen sind keine Rennstrecken. Menschen, die dort unterwegs sind, haben niemals zugestimmt, Teil eines Wettbewerbs zu werden.

    Im zweiten Teil dieser Serie erzählen wir von dem Tag, an dem zwei unserer Freunde gleichzeitig dieselbe Idee hatten – und keiner von ihnen wieder nach Hause kam.

  • Erste Hilfe, Teil 6: Starke Blutung und Schock – handeln, bevor Hilfe eintrifft

    Erste Hilfe, Teil 6: Starke Blutung und Schock – handeln, bevor Hilfe eintrifft

    Erste Hilfe · Teil 6

    Bei einer starken Blutung zählt eine einfache Maßnahme besonders: sofortiger, kräftiger Druck auf die Wunde. Gleichzeitig muss der Rettungsdienst alarmiert werden.

    Zuerst Eigenschutz

    Achten Sie auf Gefahren und verwenden Sie nach Möglichkeit Einmalhandschuhe. Lassen Sie die betroffene Person liegen oder sich hinsetzen, damit sie nicht stürzt.

    Direkten Druck ausüben

    Drücken Sie mit einer sterilen Kompresse, einem Verbandpäckchen oder notfalls einem sauberen Tuch fest auf die Wunde. Bei sehr starker Blutung rufen Sie sofort 112 oder lassen Sie eine andere Person telefonieren.

    Halten Sie den Druck kontinuierlich. Wird die Auflage durchblutet, entfernen Sie sie nicht – legen Sie weiteres Material darüber und drücken Sie weiter. Fremdkörper, die in der Wunde stecken, werden nicht herausgezogen.

    Anzeichen eines Schocks

    Blässe, kalte oder feuchte Haut, Zittern, Unruhe, schneller Puls, Schwäche oder zunehmende Bewusstseinsstörungen können auf einen Schock hinweisen.

    Halten Sie die Person warm, beruhigen Sie sie und kontrollieren Sie fortlaufend Bewusstsein und Atmung. Geben Sie nichts zu essen oder zu trinken.

    Wenn die Person bewusstlos wird

    Bei vorhandener normaler Atmung: stabile Seitenlage und weitere Atemkontrolle. Bei fehlender normaler Atmung: sofort mit Wiederbelebung beginnen und einen AED einsetzen, sobald er verfügbar ist.

    Tourniquet: Bei lebensbedrohlicher Blutung an einem Arm oder Bein kann ein geeignetes Tourniquet notwendig sein. Seine Anwendung sollte praktisch geschult worden sein; nach dem Anlegen wird es nicht wieder gelockert.

    Mit diesem sechsten Teil endet unsere September-Serie. Das Wichtigste bleibt: Erste Hilfe muss nicht perfekt aussehen. Sie muss beginnen.

    Hinweis: Dieser Beitrag vermittelt eine erste Orientierung und ersetzt keinen praktischen Erste-Hilfe-Kurs. Bei einem akuten Notfall gilt: 112.

    Erste Hilfe praktisch lernen

    Lesen schafft Orientierung. Sicherheit entsteht durch Übung. Der nächste Erste-Hilfe-Kurs von Team Rufe-Dich findet am 17.10.2026 statt.

    Informationen und Anmeldung

    Team Rufe-Dich · Von Menschen. Für Menschen.
  • Erste Hilfe, Teil 5: Herzinfarkt oder Schlaganfall? Warnzeichen rechtzeitig erkennen

    Erste Hilfe, Teil 5: Herzinfarkt oder Schlaganfall? Warnzeichen rechtzeitig erkennen

    Erste Hilfe · Teil 5

    Nicht jeder medizinische Notfall beginnt mit einem Zusammenbruch. Häufig sind vorher Warnzeichen sichtbar. Wer sie erkennt und sofort 112 ruft, kann wertvolle Zeit gewinnen.

    Mögliche Zeichen eines Herzinfarkts

    Typisch sind starke, anhaltende Schmerzen oder Druck in der Brust. Beschwerden können in Arm, Schulter, Rücken, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen. Atemnot, kalter Schweiß, Übelkeit, Blässe und starke Unruhe können hinzukommen.

    Die Symptome können weniger typisch sein – unter anderem bei Frauen, älteren Menschen und Menschen mit Diabetes. Nehmen Sie auch ungewöhnliche starke Beschwerden ernst.

    Mögliche Zeichen eines Schlaganfalls: FAST

    • Face: Kann die Person lächeln oder hängt ein Mundwinkel?
    • Arms: Kann sie beide Arme gleichzeitig heben?
    • Speech: Ist die Sprache plötzlich undeutlich oder ungewöhnlich?
    • Time: Bei einer Auffälligkeit sofort 112 rufen.

    Auch plötzliche Sehprobleme, Lähmungen, Taubheit, starker Schwindel oder ein ungewöhnlich heftiger Kopfschmerz können Warnzeichen sein.

    Was Ersthelfende tun können

    Rufen Sie 112, beruhigen Sie die Person und lagern Sie sie so, wie es angenehm ist – bei Atemnot häufig mit erhöhtem Oberkörper. Lockern Sie enge Kleidung, lassen Sie die Person nicht allein und geben Sie nichts zu essen oder zu trinken.

    Fahren Sie nicht selbst ins Krankenhaus. Der Rettungsdienst kann bereits unterwegs behandeln und die geeignete Klinik vorbereiten.

    Merke: Beschwerden nicht „erst einmal beobachten“. Bei Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall zählt jede Minute.
    Hinweis: Dieser Beitrag vermittelt eine erste Orientierung und ersetzt keinen praktischen Erste-Hilfe-Kurs. Bei einem akuten Notfall gilt: 112.

    Erste Hilfe praktisch lernen

    Lesen schafft Orientierung. Sicherheit entsteht durch Übung. Der nächste Erste-Hilfe-Kurs von Team Rufe-Dich findet am 17.10.2026 statt.

    Informationen und Anmeldung

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  • Erste Hilfe, Teil 4: Wenn ein Fremdkörper die Atemwege blockiert

    Erste Hilfe, Teil 4: Wenn ein Fremdkörper die Atemwege blockiert

    Erste Hilfe · Teil 4

    Ein Mensch greift sich an den Hals, kann kaum sprechen oder bekommt keine Luft: Jetzt muss zwischen wirksamem Husten und einer schweren Verlegung der Atemwege unterschieden werden.

    Kann die Person noch kräftig husten?

    Fordern Sie sie zum Husten auf und beobachten Sie sie aufmerksam. Schlagen Sie nicht vorschnell auf den Rücken, solange wirksames Husten möglich ist. Greifen Sie nicht blind mit den Fingern in den Mund.

    Zeichen einer schweren Atemwegsverlegung

    Die Person kann nicht sprechen, nicht wirksam husten oder kaum beziehungsweise gar nicht atmen. Sie kann still werden, panisch wirken oder sich blau verfärben.

    Rufen Sie Hilfe. Geben Sie bei einem Erwachsenen bis zu fünf kräftige Schläge zwischen die Schulterblätter. Prüfen Sie nach jedem Schlag, ob sich der Fremdkörper gelöst hat.

    Bleibt die Blockade bestehen, folgen bis zu fünf Oberbauchkompressionen. Wechseln Sie fünf Rückenschläge und fünf Oberbauchkompressionen ab. Lassen Sie 112 verständigen, wenn die Atemwegsverlegung nicht rasch gelöst wird.

    Wenn die Person bewusstlos wird

    Legen Sie sie vorsichtig auf den Boden, rufen Sie 112 beziehungsweise lassen Sie anrufen und beginnen Sie mit der Wiederbelebung. Entfernen Sie nur Fremdkörper aus dem Mund, die deutlich sichtbar und leicht erreichbar sind.

    Nach erfolgreicher Hilfe: Nach Oberbauchkompressionen oder anhaltenden Beschwerden sollte die betroffene Person medizinisch untersucht werden.

    Für Säuglinge, kleine Kinder, Schwangere und Menschen mit starkem Übergewicht gelten teilweise angepasste Handgriffe. Genau deshalb gehört das praktische Üben in einen Erste-Hilfe-Kurs.

    Hinweis: Dieser Beitrag vermittelt eine erste Orientierung und ersetzt keinen praktischen Erste-Hilfe-Kurs. Bei einem akuten Notfall gilt: 112.

    Erste Hilfe praktisch lernen

    Lesen schafft Orientierung. Sicherheit entsteht durch Übung. Der nächste Erste-Hilfe-Kurs von Team Rufe-Dich findet am 17.10.2026 statt.

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  • Erste Hilfe, Teil 3: Wiederbelebung und AED – drücken, rufen, handeln

    Erste Hilfe, Teil 3: Wiederbelebung und AED – drücken, rufen, handeln

    Erste Hilfe · Teil 3

    Wenn eine Person nicht reagiert und nicht normal atmet, ist Abwarten die gefährlichste Entscheidung. Der Notruf, sofortige Herzdruckmassage und ein AED können die Zeit bis zum Rettungsdienst überbrücken.

    Notruf 112 und AED organisieren

    Rufen Sie 112 – wenn möglich über Lautsprecher. Beauftragen Sie eine weitere Person, einen AED zu holen. Sind Sie allein, folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle.

    Herzdruckmassage beginnen

    Legen Sie die Person auf eine feste Unterlage. Platzieren Sie den Ballen einer Hand in der Mitte des Brustkorbs, die zweite Hand darüber. Halten Sie die Arme gestreckt und drücken Sie kräftig und schnell.

    • Tempo: 100 bis 120 Kompressionen pro Minute.
    • Tiefe bei Erwachsenen: etwa 5 bis 6 Zentimeter.
    • Nach jedem Druck den Brustkorb vollständig entlasten.
    • Unterbrechungen so kurz wie möglich halten.

    Wenn Sie Beatmung gelernt haben und sie durchführen möchten, wechseln Sie 30 Kompressionen mit 2 Beatmungen ab. Andernfalls führen Sie ohne Pause Herzdruckmassage durch.

    Keine Angst vor dem AED

    Schalten Sie das Gerät ein und folgen Sie seinen gesprochenen Anweisungen. Kleben Sie die Elektroden wie abgebildet auf den freien, trockenen Brustkorb. Während der Rhythmusanalyse und einer möglichen Schockabgabe darf niemand die Person berühren.

    Der AED entscheidet selbst, ob ein Schock erforderlich ist. Man kann damit nicht versehentlich „ein gesundes Herz schocken“.

    Weiter machen: Herzdruckmassage und AED-Anweisungen fortsetzen, bis der Rettungsdienst übernimmt, die Person wieder normal atmet oder Sie körperlich nicht mehr können.

    Wiederbelebung braucht keine heldenhafte Ruhe. Sie braucht einen Menschen, der trotz Aufregung anfängt.

    Hinweis: Dieser Beitrag vermittelt eine erste Orientierung und ersetzt keinen praktischen Erste-Hilfe-Kurs. Bei einem akuten Notfall gilt: 112.

    Erste Hilfe praktisch lernen

    Lesen schafft Orientierung. Sicherheit entsteht durch Übung. Der nächste Erste-Hilfe-Kurs von Team Rufe-Dich findet am 17.10.2026 statt.

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  • Erste Hilfe, Teil 2: Bewusstlos, aber Atmung vorhanden – was jetzt?

    Erste Hilfe, Teil 2: Bewusstlos, aber Atmung vorhanden – was jetzt?

    Erste Hilfe · Teil 2

    Bewusstlosigkeit ist immer ein Notfall. Wer nicht reagiert, aber normal atmet, benötigt eine freie Atemwegssicherung, den Notruf 112 und ununterbrochene Beobachtung.

    Reaktion prüfen

    Sprechen Sie die Person laut an und berühren Sie sie vorsichtig an den Schultern. Bleibt eine Reaktion aus, rufen Sie um Hilfe und öffnen Sie die Atemwege: Kopf vorsichtig nach hinten neigen und Kinn anheben.

    Atmung höchstens zehn Sekunden kontrollieren

    Beobachten Sie den Brustkorb, hören Sie auf Atemgeräusche und fühlen Sie den Luftstrom. Die Prüfung dauert höchstens zehn Sekunden.

    Ist keine normale Atmung vorhanden oder sind Sie unsicher, rufen Sie 112 und beginnen Sie mit der Wiederbelebung. Schnappatmung zählt nicht als normale Atmung.

    Bei normaler Atmung: stabile Seitenlage

    Bringen Sie die bewusstlose Person in die stabile Seitenlage. Dadurch bleibt der Mund der tiefste Punkt und Flüssigkeit kann abfließen. Neigen Sie den Kopf vorsichtig zurück, damit die Atemwege offen bleiben.

    Rufen Sie anschließend 112 – oder lassen Sie eine andere Person telefonieren. Bleiben Sie bei der betroffenen Person.

    Atmung regelmäßig erneut prüfen

    Eine Situation kann sich verändern. Kontrollieren Sie deshalb fortlaufend, ob die Person weiterhin normal atmet. Decken Sie sie zu und schützen Sie sie vor Kälte oder Hitze.

    Wichtig: Setzt die normale Atmung aus, drehen Sie die Person auf den Rücken und beginnen Sie sofort mit Herzdruckmassage.

    Die stabile Seitenlage sieht einfach aus – sicher anwenden kann man sie am besten, wenn man sie in einem Kurs selbst geübt hat.

    Hinweis: Dieser Beitrag vermittelt eine erste Orientierung und ersetzt keinen praktischen Erste-Hilfe-Kurs. Bei einem akuten Notfall gilt: 112.

    Erste Hilfe praktisch lernen

    Lesen schafft Orientierung. Sicherheit entsteht durch Übung. Der nächste Erste-Hilfe-Kurs von Team Rufe-Dich findet am 17.10.2026 statt.

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  • Erste Hilfe, Teil 1: Erst sichern, dann helfen – die ersten Schritte am Unfallort

    Erste Hilfe, Teil 1: Erst sichern, dann helfen – die ersten Schritte am Unfallort

    Erste Hilfe · Teil 1

    Wer helfen möchte, muss nicht sofort alles können. Entscheidend ist, Gefahren zu erkennen, Ruhe zu gewinnen und die Rettungskette in Gang zu setzen.

    1. Eigenschutz geht vor

    Bevor Sie zu einer verletzten oder erkrankten Person gehen, schauen Sie kurz: Drohen Verkehr, Feuer, Strom, Rauch, herabfallende Gegenstände oder aggressive Personen? Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr. Ein zweiter Verletzter hilft niemandem.

    Sichern Sie die Situation nur so weit ab, wie es gefahrlos möglich ist – zum Beispiel Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen, andere Personen warnen oder Abstand zu einer Gefahrenquelle halten.

    2. Reaktion und Atmung prüfen

    Sprechen Sie die Person laut an und berühren Sie sie vorsichtig an den Schultern. Reagiert sie nicht, rufen Sie weitere Helfer hinzu. Öffnen Sie die Atemwege und prüfen Sie höchstens zehn Sekunden lang, ob eine normale Atmung vorhanden ist.

    Achtung: Einzelne, unregelmäßige schnappende Atemzüge sind keine normale Atmung. In diesem Fall muss von einem Kreislaufstillstand ausgegangen und sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden.

    3. Den Notruf 112 klar absetzen

    Rufen Sie frühzeitig die 112 an – am besten über die Lautsprecherfunktion, damit Ihre Hände frei bleiben. Nennen Sie den genauen Ort, beschreiben Sie kurz, was passiert ist und wie viele Menschen betroffen sind. Beantworten Sie die Fragen der Leitstelle und legen Sie nicht eigenständig auf.

    Merksatz: Ort nennen, Situation schildern, Fragen beantworten, Anweisungen befolgen.

    4. Aufgaben verteilen

    Sprechen Sie Umstehende direkt an: „Sie mit der roten Jacke, rufen Sie bitte 112.“ Oder: „Holen Sie den AED am Eingang.“ Konkrete Aufträge verhindern, dass alle warten, weil jeder glaubt, jemand anderes werde handeln.

    Erste Hilfe beginnt nicht mit Perfektion. Sie beginnt damit, dass jemand Verantwortung übernimmt und den ersten richtigen Schritt macht.

    Hinweis: Dieser Beitrag vermittelt eine erste Orientierung und ersetzt keinen praktischen Erste-Hilfe-Kurs. Bei einem akuten Notfall gilt: 112.

    Erste Hilfe praktisch lernen

    Lesen schafft Orientierung. Sicherheit entsteht durch Übung. Der nächste Erste-Hilfe-Kurs von Team Rufe-Dich findet am 17.10.2026 statt.

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  • TAMIYA PREMIUM+® bei SOWIESO | KI kostenfrei kennenlernen

    TAMIYA PREMIUM+® bei SOWIESO | KI kostenfrei kennenlernen

    TAMIYA PREMIUM+® bei SOWIESO: KI kennenlernen, bevor man sie beurteilt

    Kostenfreie Orientierung zu KI – verständlich, ruhig und ohne Verkaufsdruck

    Künstliche Intelligenz ist inzwischen überall Thema.

    Manche nutzen sie jeden Tag.

    Andere sind neugierig.

    Und manche sagen ganz klar:

    „Damit möchte ich nichts zu tun haben.“

    Auch das ist okay.

    Denn niemand muss neue Technik mögen, nur weil sie gerade überall auftaucht.

    Aber man sollte die Möglichkeit haben, sie in Ruhe kennenzulernen, bevor man entscheidet, was man davon hält.

    Genau das ist jetzt bei SOWIESO Orientierungsnetzwerk Hesel möglich.

    Was ist TAMIYA PREMIUM+®?

    TAMIYA PREMIUM+® ist eine Form der Resonanz-Begleitung mit KI.

    Das klingt erstmal größer, als es im Alltag sein muss.

    Im Kern geht es um etwas sehr Einfaches:

    Eine Frage stellen.
    Gedanken sortieren.
    Möglichkeiten sichtbar machen.
    Und selbst entscheiden.

    TAMIYA soll dem Menschen die Entscheidung nicht abnehmen.

    Sie soll helfen, eine Situation besser zu verstehen.

    Was kann ich dort eigentlich fragen?

    „Kannst du mir dieses Schreiben verständlich erklären?“
    „Wie funktioniert KI überhaupt?“
    „Kannst du mir helfen, eine Entscheidung zu sortieren?“
    „Wie formuliere ich eine Frage für meinen Arzt?“
    „Was kann KI im Alltag wirklich – und was nicht?“
    „Welche Daten sollte ich besser nicht eingeben?“
    „Kann KI auch älteren Menschen helfen?“

    Oder einfach:

    „Ich habe da etwas gehört. Kannst du mir erklären, was damit gemeint ist?“

    Und was kann TAMIYA nicht?

    Auch das gehört dazu.

    TAMIYA ist kein Arzt.

    Keine Behörde.

    Keine Rechtsberatung.

    Und auch kein allwissendes Orakel.

    KI kann Fehler machen.

    Sie kann etwas missverstehen.

    Und sie kann manchmal sehr überzeugend klingen, obwohl eine Antwort unsicher ist.

    Wo hilft KI – und wo sollte man lieber genauer hinschauen?

    Warum bieten wir das an?

    Weil KI für viele Menschen nicht an der Technik scheitert.

    Sondern an der ersten Hürde.

    „Was soll ich damit überhaupt machen?“

    Oder:

    „Wie fange ich an?“

    Genau dort setzen wir an.

    Nicht mit Fachbegriffen.

    Nicht mit Verkaufsdruck.

    Und auch nicht mit der Erwartung, dass jemand nach zehn Minuten KI-Fan sein muss.

    Sondern mit einer ganz normalen Frage:

    Was möchten Sie wissen?

    Kostenfrei kennenlernen

    TAMIYA PREMIUM+® kennenlernen
    Montag bis Freitag
    12:00–14:00 Uhr
    SOWIESO Orientierungsnetzwerk Hesel
    Im Brink 17
    26835 Hesel
    Telefon: 04950 995 68 37
    E-Mail: teamrufedich@gmail.com

    Sie brauchen keine Vorkenntnisse.

    Sie müssen nichts vorbereiten.

    Und Sie müssen KI auch nicht gut finden.

    Eine Frage reicht.
    KI muss nicht zuerst überzeugen.

    Sie darf sich zuerst erklären.
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