Ein gutes Etikett liefert Fakten. Große Versprechen allein sagen dagegen wenig über Qualität und Nutzen.
Begriffe wie „hochdosiert“, „Premium“, „aktiv“ oder „natürlich“ sagen allein wenig darüber aus, ob ein Produkt zur eigenen Situation passt. Hilfreicher ist ein systematischer Blick auf das Etikett.
Fünf Fragen vor dem Kauf
- Welche Stoffe sind enthalten? Nicht nur den Produktnamen lesen, sondern die vollständige Zutatenliste.
- Wie hoch ist die empfohlene Tagesmenge? Eine Portion ist nicht immer eine Kapsel oder ein Messlöffel.
- Wie viel liefert die Tagesdosis? Prozentangaben der Referenzmenge helfen bei der Einordnung, sind aber keine persönliche Bedarfsmessung.
- Nehme ich denselben Stoff bereits anderswo? Multivitamin, Getränkepulver und angereicherte Lebensmittel können sich addieren.
- Gibt es Warnhinweise? Altersgrenzen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme dürfen nicht überlesen werden.
Doppelversorgung bleibt oft unsichtbar
Wer mehrere Produkte kombiniert, kann einzelne Vitamine oder Mineralstoffe unbemerkt mehrfach zuführen. Gerade deshalb veröffentlicht das BfR Höchstmengenvorschläge. Die Botschaft ist einfach: Auch essenzielle Stoffe sind nicht automatisch in jeder Menge sinnvoll.
Das Etikett muss zur Entscheidung passen
Ein gutes Produkt ist nicht das mit der längsten Zutatenliste. Es ist eines, dessen Zusammensetzung, Dosierung und Zweck verständlich sind – und das nicht mehr verspricht, als es leisten kann.
Erst verstehen. Dann entscheiden.
Auf unserer Seite Gesundheit & Ernährung erklären wir Möglichkeiten und Grenzen verständlich – ohne Druck und ohne Heilsversprechen.
Qualitätsfallen & Marketingtricks: So erkennst du leere Versprechen
Quellen zur Einordnung: DGE-Empfehlungen „Gut essen und trinken“ · BfR-Höchstmengenvorschläge

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